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Neue STASI-Fälle bei der Brandenburger Polizei 22. November 2012

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MfS Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen

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Gedenkstätte
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Zellen im "U-Boot"
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Flur Verhörzimmer
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Verhörpraxis
   

2011: Überprüfung im Kreistag Teltow-Fläming

Im Auftrag der CDU Fraktion war ich Mitglied der Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Abgeordneten des Kreistages Teltow-Fläming auf eine hauptamtliche und informelle Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen der DDR, die gemäß Beschluss des Kreistages 4-0485/10-KT vom 15. Februar 2010 gegründet wurde. Die Arbeitsgruppe unterstand nicht dem Kreistag. Vorsitzender war Gilbert Furian. Der Kreistag beschloss in seiner nicht-öffentlichen Sitzung am 12.12.2011 die Veröffentlichung eines kleinen Teils des vollständigen Berichts der Arbeitsgruppe (Vorlage: 4-1104/11-KT).

Der Arbeitsgruppe gehörten neben mir die Fraktionsvorsitzenden Kornelia Wehlan (Linke), Fritz Lindner (SPD), Matthias Nerlich (FDP/BV) und Andreas Noak (Vereinte) an.

Außerhalb des Auftrags der Arbeitsgruppe war das Verhältnis zwischen Kreisdienststellen (KD) der Staatssicherheit und den SED Kreisleitungen bzw. den SED Kreissekretären.

Als SSD belastet galten 4 Kreistagsabgeordnete, das heißt, über sie bestehen Aktenfunde beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Bericht der Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Abgeordneten des Kreistags Teltow-Fläming

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Beschluss über die Überprüfung der Abgeordneten des Kreistags Teltow-Fläming

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Antwort zur Überprüfung der Wahlbeamten und Dezernatsleiter Teltow-Fläming

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Antwort zur Anwendung des Stasi-Unterlagengesetzes vom 30. Dezember 2011

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Offenen Brief der Kreissynode des Kirchenkreises Zossen-Fläming vom 15. März 2012

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1989: Staatssicherheitsdienst in Teltow-Fläming

In der KD Jüterbog unter Leitung von Horst Dahlke waren 33 hauptamtliche und 335 inoffizielle Mitarbeiter, in der KD Zossen unter Leitung von Gerd Fleischmann waren 53 hauptamtliche und 486 inoffizielle Mitarbeiter und in der KD Luckenwalde unter Leitung von Hans-Hermann Jeserigk waren 37 hauptamtliche und 470 inoffizielle Mitarbeiter für den Staatssicherheitsdienst tätig (Quelle: BStU).

Allein in der Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit Potsdam arbeiteten 132 hauptamtliche Mitarbeiter in der sogenannten Postfahndung (ein Postfahnder kontrollierte täglich pro Schicht zwischen 4.000 und 6.000 Postsendungen), 37 hauptamtliche Mitarbeiter waren in der Telefon-Überwachung und 313 hauptamtliche Mitarbeiter in der Abteilung Observation, Ermittlung, Durchsuchung und Festnahme (Quelle: BStU). In der BV Potsdam betrug in 1988 der Bestand insgesamt 8319 IM und 1310 GMS (Quelle: BStU).

Für das MfS arbeiteten in 1989 landesweit rund 90.000 hauptamtliche und rund 189.000 inoffizielle Mitarbeiter.

   

L I T E R A T U R

Waldtraut Börner, Axel Janowitz, Hans-Peter Löhn
Fallbeispiele aus Stasi-Akten der Region Potsdam
Hg. BStU, 2. korrigierte Auflage, Berlin 2010

Ralf Blum, Rainer Eiselt, Frank Joestel, Klaus Richter, Stephan Wolf, Hans-Jürgen Zeidler
Abkürzungsverzeichnis - Häufig verwendete Abkürzungen und Begriffe
des Ministeriums für Staatssicherheit

Hg. BStU, 9. ergänzte und korrigierte Auflage, Berlin 2009.

Helmut Müller-Enbergs
Hauptverwaltung A (HV A), Aufgaben–Strukturen–Quellen (MfS-Handbuch)
Hg. BStU, Berlin 2011.

Gisela Rüdiger, Gudrun Rogall
Die 111 Tage des Potsdamer Bürgerkomitees »Rat der Volkskontrolle« 1989/90
Hg. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2009

   
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